WS21/22 Nr. 2 "Psychoanalyse und Gesellschaft I: Freud, Reich und die Kritische Theorie"

Dozent: PD Dr. Hilmar Schmiedl-Neuburg

Unterrichtsform: Online-Seminar

Ausbildungsgang: Alle Ausbildungsgänge und Gasthörer (m/w/d)

Umfang: 2 Dstd.

Empfohlene Literatur:

Köhler, T. (2014): Freuds Schriften zu Kultur, Religion und Gesellschaft: Eine Darstellung und kritische Bewertung (Bibliothek der Psychoanalyse). Psychosozial-Verlag.

Konitzer, M. (1987): Wilhelm Reich zur Einführung. Junius.

Schwandt, M. (2010): Kritische Theorie. Eine Einführung. Schmetterling.

Brunkhorst, H. & Koch, G. (1987): Herbert Marcuse zur Einführung. Junius. Abl, G. (2010): Kritische Psychologie. Eine Einführung. Schmetterling.

Thema: "In diesem Seminar (dem ersten von zweien) werden wir das Verhältnis von Psychoanalyse und Gesellschaft untersuchen. In Freuds Psychoanalyse finden sich zahlreiche Überlegungen zur psychopathogenen Rolle der Gesellschaft, ohne allerdings hieraus Konsequenzen gesellschaftskritischer Art zu ziehen. Dies geschah dann hauptsächlich durch Wilhelm Reich, der die Psychoanalyse zwar auch körperpsychotherapeutisch weiterentwickelte, aber besonders Freud und Marx gesellschaftskritisch wie psychoanalytisch miteinander verflocht. Diese freudomarxistischen Impulse wurden in Folge von der Kritischen Theorie aufgegriffen, d.h. von der Frankfurter Schule Marcuses, Adornos, Horkheimers, Fromms, Foulkes et al., um die pathogenen Effekte gesellschaftlicher Strukturen psychoanalytisch verstehen und kritisieren zu können. Durch die Auseinandersetzung mit diesen Theorieentwicklungen soll dieses Seminar dazu beitragen zu verstehen, wie politisch-sozioökonomische Strukturen psychoanalytisch zur Entwicklung von Psychopathologie beitragen und was dies für die klinische Praxis bedeutet. Materialien zum Seminar werden den Teilnehmenden vor dem Seminar elektronisch zugänglich gemacht."

Veranstaltungs-Details

Datum, Uhrzeit 12.08.21, 19:00
Termin-Ende 12.08.21, 22:15
Anmeldestart 16.06.21
Stichtag, Anmeldungsende 02.08.21, 09:00
Speaker Hilmar Schmiedl-Neuburg
Ort John-Rittmeister-Institut
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