Das Konzept der unbewussten Wahrnehmung im kommunikativen Ansatz nach Robert Langs (Nr. 17)

Empfohlene Literatur:
Berns, U.: Die Übereinstimmungsdeutung, in: Forum der Psychoanalyse Bd.10, 1994, S. 226-244.

Berns, U.: Valide Interventionen in der Psychoanalyse, in: Forum der Psychoanalyse Bd.17, Dez. 2000, S. 312-331.

Berns, U.: Der Rahmen und die Autonomie von Analysand und Analytiker, in: Forum der Psychoanalyse, Bd.18, Dez. 2002, S. 332-349.

Bonac, V.: Wahrnehmung oder Übertragung? Eine neue klinische Theorie der Übertragung, in: Hannoversche Werkstattberichte, Heft 10, Dez. 1998. 

Kahl-Popp, J.:  " Das Galgenmännchen". Übertragung und Wahr-nehmung in einer Analysestunde des siebenjährigen Sam bei Peter Fonagy, in AKJP, Heft 106 XXXI. Jg.; 2/2000, S. 201-227.

Kahl-Popp, J.: Bildnerisches Gestalten als unbewusste Bedeutungs-analyse. Ein Beitrag zur Psychoanalyse mit Kindern, in AKJP, Heft 98, XXIX. Jg., 2/1998, S. 211-241. 

Langs, R: Die Angst vor validen Deutungen und vor einem festen Rahmen, in: Forum der Psychoanalyse, Bd. 5, 1989, S. 1-18.                          

Langs, R: Modalitäten des "Heilens" in der Psychoanalyse, in: Forum der Psychoanalyse 1996, S. 204-225.

Langs, R.: Psychotherapy and Science, Verlag-Sage Publications, 1999.

Langs, R.: Unconcious Communication in Everyday Life, Verlag-Jason Aronson Inc. 1993, 1983.

 

Thema: Robert Langs entwickelte in den 70er und 80er Jahren den kommunikativen Ansatz in der Psychoanalyse, basierend auf der Annahme Freuds vor der Einführung der Übertragungstheorie, dass die Einfälle und Symptome seiner Patienten als verdrängte Erinnerungen, also als Wahrnehmungen von tatsächlich erlittenen Traumatisierungen zu verstehen sind. Langs geht davon aus, dass die primärprozesshaften Mitteilungen der Patienten nicht nur Übertragungen enthalten, sondern auch unbewusste Wahrnehmungen von der gegenwärtigen Interaktion mit dem Psychoanalytiker und von der interpersonellen Rahmenhandhabung der Therapie durch den Analytiker. Der Patient kommuniziert unbewusst mit dem Analytiker, indem er mit seinen Einfällen ihm mitteilt, ob er den therapeutischen Rahmen als sicher und günstig für seine Entwicklung erlebt. Langs konnte beobachten, dass Patienten unbewusst die Interventionen und Deutungen des Analytikers entweder validieren, indem sie neues Material zum Verständnis ihrer pathogenen Verarbeitung liefern (kognitive Validierung) oder indem sie positiv getönte Introjekte bilden (intersubjektive Validierung). Es wird anhand von Behandlungssequenzen gezeigt, wie der Patient die Interventionen des Analytikers unbewusst verarbeitet.

Veranstaltungs-Details

Datum, Uhrzeit 15.06.19, 10:00
Termin-Ende 15.06.19, 13:15
Anmeldestart 28.01.19
Stichtag, Anmeldungsende 01.06.19
Speaker Dipl.- Psych. Candance Music & M. A. Ewa Fändrich
Ort John-Rittmeister-Institut
Dieser Termin ist nicht mehr buchbar
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