Gefühl und Musik - Körperfantasien beim Hören von Musik

Das Hören von Musik löst immer latente Körperimpulse, wie wir sie bei der Tanzmusik ganz manifest finden, beim Hörer aus. Hiermit „berührt“ die Musik bereits den Körper. Zugleich erzeugt das Hören im Hörer vorbewusste und unbewusste den Körper betreffende Fantasien, die auf unbewusste Interaktionsszenen bezogen sind und Wohl- oder Unbehagen zur Folge haben, womit die Musik tief ins Selbst und das Selbst-Erleben des Hörers einzugreifen vermag. All dies wird durch spezifische musikalische Strukturen hervorgerufen.

Es soll anhand von Musik-Beispielen diesen Fantasien nachgespürt und diese sollen ins Bewusstsein gehoben werden, so dass sie und ihre möglichen Wirkungen reflektiert werden können. Dabei soll über deren die Resilienz fördernde und seelischen Schmerz lindernde Wirkungen nachgedacht werden. Immer wieder kann in Therapien die Erfahrung gemacht werden, dass traumatisierte Menschen und solche mit sehr „frühen Störungen“ einen intensiven Kontakt zur Musik haben und dass ihr Bezug zur Musik für sie außerordentlich hilfreich ist.

Im Seminar sollen Versuche unternommen werden, diese Sachverhalte genauer zu verstehen, um Patienten bei ihren Erfahrungen mit Musik gut begleiten zu können.  

Veranstaltungs-Details

Datum, Uhrzeit 25.11.17, 10:00
Termin-Ende 25.11.17, 13:30
Stichtag, Anmeldungsende 10.11.17, 10:00
Ort John-Rittmeister-Institut
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